Eine Finnenbahn ist ein Rundkurs, der oft in Waldgebieten angelegt ist. Der Laufuntergrund besteht aus mehr oder weniger groben Sägespänen, Sägemehl, Rindenmulch und Holzschnipseln, die zwischen am Boden platzierten Holzbohlen ausgebracht werden. Die weiche Schicht ist meist etwa 10 cm dick.
Lauftraining auf der Finnenbahn
Teilweise sind diese Rundkurse beleuchtet. Ein Finnenbahnbelag ist deutlich weicher als der Waldboden, aber fester als Sand.
Der weiche Belag führt zu einer federnden Belastung und eignet sich daher sehr gut, um ein paar Runden barfuss zu drehen. Die Beanspruchung der Muskulatur ist durch den federnden, aber eher unebenen Untergrund erhöht. Dafür ist die Belastung auf die Gelenke, Sehnen und Bänder etwas geringer und schonender. Trotzdem solltest du deinen Bewegungsapparat langsam an den neuen Laufuntergrund gewöhnen und nicht gleich 10 km am Stück laufen. Das Joggen auf dem eher unebenen Untergrund fordert zudem erhöhte Konzentration.
Abwechslung und Waldfeeling auf der Finnenbahn
Zusätzlich schult das Training deinen Gleichgewichtssinn hervorragend, weil du jeden Tritt anders auffangen musst.
Wenn du mit Barfusslaufen anfangen willst, starte mit kurzen Strecken und steigere dich langsam. Die Muskulatur muss sich zuerst an die neue Belastung auf der Finnenbahn gewöhnen, wird sich aber darüber freuen – so wie du! Wer instabile Fussgelenke hat und zum Umknicken neigt, sollte auf der Finnenbahn besondere Vorsicht walten lassen oder barfuss laufen.
Die Laufzeiten auf der Finnenbahn lassen sich nicht mit Zeiten auf hartem Untergrund vergleichen. Der weiche Untergrund beansprucht die Muskulatur deutlich mehr als Laufen auf dem Asphalt.
Welche Laufschuhe sind ideal?
Wegen der federnden Unterlage eigenen sich stark gedämpfte Laufschuhe für die Finnenbahn weniger – zumindest keine sehr weichen. Durch die starke Dämpfung wirkt das Laufen schwammiger. Gut geeignet sind Barfusslaufen, wenig gedämpfte Laufschuhen (Lightweight-Trainer, Wettkampflaufschuhe) oder für gelegentliche Einsätze auch normale Hallen- oder Sportschuhe.
Für welche Trainings eignet sich die Finnenbahn?
Du kannst auf der Finnenbahn die meisten Trainingsarten durchführen. Als abgemessener Rundkurs eignet sie sich auch für Intervalltraining oder Pyramidenläufe. In der wärmeren Jahreszeit geniesse ich die Trabpausen in der kühlen, frischen Waldluft. Das Dehnen nach dem Training unter den grünen Baumkronen ist jeweils ein besonderer Genuss.
FAQ
Wo finde ich Finnenbahnen?
In der Schweiz sind Finnenbahnen weit verbreitet. Oft findest du sie in der Nähe eines Sportplatzes, angrenzend an Sportanlagen oder in Wäldern.
Bin ich auf der Finnenbahn gleich schnell wie auf Asphalt?
Nein. Der weiche Untergrund erfordert mehr Energie, weshalb sich die Zeiten nicht mit jenen auf festem Untergrund vergleichen lassen. Bei Intervalltrainings oder Pyramidenläufe solltest du daher auf dein Körpergefühl achten.
Kann ich barfuss laufen?
Ja, Finnenbahnen eignen sich sehr gut zum Barfusslaufen. Die Holzschnitzel sind nicht spitzig, sondern eher weich. Nach Trainings auf der Finnenbahn bin ich oft noch eine oder zwei Runden barfuss gelaufen.
Brauche ich für die Finnenbahn Traillaufschuhe?
Nein, du kannst mir normalen Laufschuhen auf der Finnenbahn trainieren. Am besten eignen sich Modelle mit geringer Sprengung, etwa Lightweight-Trainier oder Wettkampflaufschuhe, die weniger gestützt und gedämpft sind.
Sind die Finnenbahnen das ganze Jahr durch geöffnet?
Ja. Die Finnenbahnen liegen auf öffentlich zugänglichem Grund. Im Winter, bei anhaltender Kälte, wird der feuchte Boden allerdings hart.
Gibt es Regeln auf der Finnenbahn?
Ja. Es gibt eine vorgegebene Laufrichtung. Wer langsamer läuft, bleibt rechts und lässt schnellere Läuferinnen und Läufer überholen.
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