Skating-Technik Anleitung

Skating-Technik lernen: Die Bewegungstechnik des Skating ähnelt sehr dem Schlittschuhschritt des Eisschnelllaufes. Um einen besseren Vortrieb zu erzielen, werden Stöcke benutzt.

Skatingtechnik korrekt lernen

Skating umfasst sechs Techniken mit Varianten. Je nach Gelände werden in der Regel verschiedene Techniken im Wechsel gelaufen. Die Wechsel erfordern ein gutes Körpergefühl. Eine richtige Skilanglauftechnik spart zudem Kraft und besticht durch Eleganz.

Zuerst geht es um die Doppelstocktechnik, den Schlittschuhschritt und den Halbschlittschuhschritt.Anschliessend dreht sich um das Skaten 1:1, Skaten 1:2 mit Führarm, Skaten 1:2 mit aktivem Armschwung und Diagonalskating.

Doppelstocktechnik

Skilanglauf Skating Technik

© Alexander Rochau – Fotolia.com

Obwohl die Doppelstocktechnik aus dem klassischen Langlauf kommt, ist sie wie der Schlittschuhschritt die Basis des Skatings.

Der Doppelstockschub findet bei vielen Skating-Techniken Anwendung. Charakteristisch ist der gleichzeitige, parallele und schulterbreite Stockeinsatz. Ein sauber durchgeführter Doppelstockeinsatz kombiniert mit dem Beinabstoss ist die wesentliche Voraussetzung für einen guten Vortrieb.

Er ist gekennzeichnet durch eine Antriebs- und eine Gleit-, sowie eine Schub- und Schwungphase. Im Rennsport wird zum Beschleunigen und bei Sprints oft mit Variationen des Doppelstockschubes gelaufen.

Schlittschuhschritt

Charakteristisch für den Schlittschuhschritt sind die wechselseitigen Beinabstösse vom gleitenden, aufgekanteten und ausgescherten Ski. Gleitbein und Abstossbein wechseln ständig.

Der Schlittschuhschritt ist wie der Doppelstockschub die Basis für richtiges Skaten. Er ist mit der Bewegung beim Eisschnellaufen nah verwandt.

Der Schlittschuhschritt wendest du dann an, wenn durch eine relativ hohe Geschwindigkeit kein effizienter Stockeinsatz mehr möglich ist. Mit dieser Technik kannst du problemlos hohe Geschwindigkeiten aufrecht halten.

Der Schlittschuhschritt eignet sich auch sehr gut zum Beschleunigen. Er wird im ebenen oder fallenden Gelände angewandt und du kannst ihn mit aktivem und passivem Armeinsatz laufen. Der Körperschwerpunkt verlagert sich jeweils auf das jeweilige Gleitbein.

Halbschlittschuhschritt

Aus dem Doppelstockschub hat sich der Halbschlittschuhschritt als erste Technik des Skatens entwickelt. Du wendest ihn bei vorhandenen Diagonalspuren an.

Der Vortrieb kommt beim Halbschlittschuhschritt durch Kombination eines Beinabstosses auf dem ausgescherten Ski mit einem Doppelstockschub zustande. Letzterer unterstützt jeden Beinabstoss.

Einen Ski (Gleitski) führst du in der klassischen Loipe, den anderen ausgescherten Ski setzt du gleichzeitig mit den beiden Stöcken auf.

In schräg hängenden Loipen ist der Halbschlittschuhschritt eine sehr gute Anwendungstechnik. Das Abstossbein auf der Talseite gleicht die Hangneigung aus.

Im zweiten Teil geht es um Skating 1:1, Skating 1:2 mit Führarm, Skating 1:2 mit aktivem Armschwung und Diagonalskating.




Skating 1:1

Unter diesem Begriff versteht man einen Schlittschuhschritt mit Doppelstockschub auf jeden Beinabstoss. Diese Technik dient zum Beschleunigen und wird in der Ebene oder bei leicht ansteigendem Gelände.

Skating 1:1 ist eine Technik, mit der du schnell vorwärts kommst. Voraussetzung ist ein gutes Gleichgewichtsvermögen und sicheres Gleiten auf einem Bein. Der Scherwinkel der Ski wird relativ klein gehalten. Ein schnelles Vorwärtskommen benötigt eine gut ausgeprägte Oberkörperkraft und einen betoten Oberkörpereinsatz.

Skating 1:2 mit Führarm

Langlaufen in Buchenberg

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Sie hat den breitesten Anwendungsbereich unter den Skating-Techniken und wird meist in der Ebene, aber auch in steil ansteigendem Gelände gelaufen. Skating 1:2 eignet sich hervorragend bei hängenden Loipen und in Kurven.

Im Rennlauf wird zum Beispiel beim Start oder in Anstiegen diese Skating 1:2-Technik angewendet.

Durch die räumliche Versetzung der Ski und der Skistöcke entsteht ein führender Arm (Führarmtechnik = asymmetrisch). Der Stock auf der Gleitbeinseite wird etwas weiter vorne und vertikaler eingesetzt als der gegenüberliegende Stock auf der Abstossseite. Der Vortrieb erfolgt durch wechselseitige Beinabstösse, die durch Doppelstockschübe unterstützt werden.

Wichtig bei dieser Technik ist, dass du beide Seiten beherrschst: Du kannst sowohl nach links wie auch nach rechts mit dem linken und rechten Führarm laufen.

Beim Kurvenlaufen ist die Führarmseite aussen.

Skating 1:2 mit aktivem Armschwung

Das ist ein Schlittschuhschritt mit Doppelstockschub auf jeden zweiten Beinabstoss mit aktivem Armschwung auf beiden Seiten. Es ist wichtig, dass immer wieder die Seite gewechselt werden kann, damit ein geländeangepasstes Laufen möglich wird. Zudem kannst du damit einer schnellen Ermüdung der Muskulatur entgegenwirken.

Diese Technik wird vorwiegend in der Ebene und in leicht fallendem Gelände gelaufen. Profis verwenden diese Technik sogar bei leicht ansteigendem Profil.

Das Skating 1:2 mit aktivem Armschwung stellt hohe Anforderungen an deine Kondition, deine Kraftausdauer und an deine Koordination. Sie ist die schnellste Skatingtechnik, welche mit Stöcken ausgeführt wird.

Diagonalskating

Unter dem Begriff versteht man einen Schlittschuhschritt mit wechselndem, einseitigen Stockeinsatz auf jeden Beinabstoss.

Das Diagonalskating ist eine reine Aufstiegstechnik, mit der steile bis sehr steile Anstiege bewältigt werden können. Im Breitensport ist sie eine effiziente und beliebte Berglauftechnik.

Sie hat sich aus dem Grätenschritt der klassischen Technik entwickelt.

» Zur klassischen Skilanglauftechnik

» Skilanglauf allgemein

» Buchtipp: Skilanglaufen einfach: Der DSLV-Lehrplan (Promolink Amazon)

» Weitere Infos und Kursangebote (Nordic Sports Academy Stuttgart)

Quellenangaben: DSV Nordic Skiing Lehrbuch (Escher, Ertl, Rübensal), DSV Lehrplan Skilanglauf (Schwirtz), Skating Lehr- und Lernbuch (Scherrer)

© Nordic Sports Academy Stuttgart, Dietmar Feil

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