...weil du mit dem Lauftraining viel gelassener wirst.

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Natural-Running - und Geld sparen...

Sandkorn - die Laufkolumne von Lauftipps.ch

Natural-Runner - und noch Geld sparen?

Wenn es um's Sparen geht, sind alle dabei. Und ich verspreche dir, dass du "Natural-Running" ohne Anschaffungen betreiben kannst, ja sogar noch Geld sparen wirst. Doch dazu später!

Der "Natural-Running-Gäg", wie ich ihn provokativ nenne, verfolgt uns auf Schritt und Tritt. Laufzeitschriften sind voll von Natural-Runner-Werbung. Das Produkt muss an den Mann und die Frau gebracht werden. Jeder Laufschuhhersteller musste scheinbar gezwungenermassen mitziehen. Denn wer keinen minimalistischen Laufschuh im Programm hat, läuft Gefahr, Kunden und damit Umsatz zu verlieren.

Foto: Vibram FiveFingers
vibram FiveFingers Barfuss-Laufschuhe

Der "Natural-Running"-Hype

Sie nennen sich Nike free, adipure adapt, Minimus Road, Pure connect, VibramFiveFingers und wie sie alle heissen. Das Ziel, den Laufschuh so zu reduzieren, dass er dem Barfusslaufen möglichst nahe kommt.

Nach der längeren Zeit, in welcher uns die Laufschuh-Entwickler alles verkaufen wollten und konnten, was dämpft, stützt, die Torsion begünstigt, geht es jetzt um das Abspecken: Das Material wird weniger - verkauft werden will mehr.

Pure-Laufschuhe sind Trainingsgeräte

Obwohl die meisten Laufschuh-Marken darauf hinweisen, dass diese "Barfuss-Laufschuhe" Trainingsgeräte sind und Mann / Frau sich langsam an die erforderliche Belastung angewöhnen müssen, gibt es zahlreiche Läuferinnen und Läufer, die auf den "Barfuss-Zug" aufgesprungen - und in einigen Fällen ganz schön auf die Nase gefallen sind.

Wer einfach die gewöhnlichen Laufschuhe in den Keller stellen und mit den Pure-Produkten sein Glück suchen will, landet unter Umständen unsaft - im Wartezimmer eines Arztes.

Unsere Füsse sind das "Nur-Barfuss-Laufen" nicht mehr gewohnt. Sie müssen, ähnlich der Trainingssteigerung, zuerst langsam an die Belastung gewöhnt werden.

Wie in diversen Blogs zu lesen ist (oder leider war...), haben Läufer versucht, ganz auf den Trend zu setzen und haben wochen-, ja monatelang euphorisch berichtet, dass der Umstieg problemlos zu machen ist. Wenn da nicht die Sehnen oder Bänder wären. Sehnen melden sich meistens erst, wenn es schon zu spät ist.

Finnenbahn zum Barfusslaufen

Natural-Running - und Geld sparen

Jeder von uns hat in der Nähe einen Sportplatz mit Fussballrasen oder eine Finnenbahn durch den Wald. Das sind perfekte Orte, wo du wirklich ohne Laufschuhe barfuss laufen kannst. Das kostet dich keinen Cent, keinen Rappen. Im Gegenteil: Wenn du zum Trainingsplatz mit deinen normalen Laufschuhen läufst und dann an Ort und Stelle zuerst 10, zwei Wochen später 15 und vielleicht einmal sogar 20 Minuten barfuss läufst, stellst du während dieser Zeit die Laufschuhe in den Schatten - und diese halten dann ja auch einige Zeit mehr.

Ich mache das immer wieder mal. Die Laufrunde führt mich in den nahen Wald. Dort, schon aufgewärmt, entledige ich mich der Laufsocken und -schuhe, stelle sie beiseite - und geniesse das Barfuss-Laufen.

Barfusslaufen hat Vorteile

Ich laufe, wenn schon, dann lieber gleich ohne spezielle "Pure-Laufschuhe". So spürst du nicht nur den Untergrund viel besser, jede kleine Unebenheit, jeder Wärme- oder Feuchtigkeitsunterschied nimmst du über deine eigenen Fussohlen wahr. Das ist ein sinnliches Erlebnis, das du unbedingt einmal ausprobieren musst. Und wenn du dich auf der Finnenbahn vorsichtig mit Barfusslaufen ausgetobt hast, ziehst du dir zum Nachhauselaufen die Laufschuhe wieder an.

Es ist mir schon klar, dass man barfuss nicht quer durch den Wald joggen kann. Aber müssen wir gleich immer von einem Extrem ins andere kippen? Fivefingers für die Füsse?

Wenn das so weitergeht, werden wir bald schon wieder mit modischen Ziegenfell-Lendenschürzen und Bastmütze durch den Wald hoppeln...