Energiezufuhr beim Laufen

Energiezufuhr beim Laufen: Hast du dir schon einmal überlegt, wie die Energie überhaupt in deine Muskeln kommt? Der Energiestoffwechsel ist eine interessante, aber auch komplexe Sache. In diesem Artikel erkläre ich dir an einem konkreten Beispiel, wie das abläuft.

Energiezufuhr beim Laufen

Wenn du zum Beispiel Brot isst, so zerkaust du den Bissen im Mund. Die Speicheldrüsen sondern sofort eine Flüssigkeit (Speichel) ab, welche sich mit dem Brotbrei vermischt und gleich mit der Aufspaltung der Stärke beginnt.

Stärke ist ein so genannter Vielfachzucker und muss im Körper in die kleinsten Bestandteile aufgespalten werden, damit der „Traubenzucker“ vom Dünndarm ins Blut aufgenommen werden kann und als Energie zur Verfügung steht.

Selbstversuch:

Energiezufuhr beim LaufenDass sich die Stärke während des Kauens bereits abbaut, kannst du mit einem einfachen Experiment selber ausprobieren: Kaue einen Bissen Brot eine Minute lang. Du wirst feststellen, dass das Brot nach einer Weile immer süsslicher wird. Ein Zeichen, dass der Abbau der Stärke bereits begonnen hat.

Nach dem Schlucken gelangt der Brotbrei in den Magen, wo weitere Verdauungssäfte (Magensäfte) dazukommen. Nach dem Verlassen des Magens kommen weitere Verdauungssäfte im Zwölffingerdarm dazu (beispielsweise aus der Bauchspeicheldrüse und aus der Galle). Ab hier ist dein gegessenes Brot flüssig und gelangt in den Dünndarm. Dort können die kleinsten Bausteine unserer Nahrung, im Beispiel der Traubenzucker, ins Blut aufgenommen werden und über die Blutbahn zu den Muskeln gelangen. Traubenzucker kann in den Muskeln oder in der Leber gespeichert werden (Glykogen = Leberstärke). Damit ist die Energie für körperliche Arbeit und das Gehirn bereit.

Jetzt wird dir sicher auch klar, warum Einfachzucker (Trauben- und Fruchtzucker) schneller für Leistungen verfügbar sind.

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Kohlenhydrat-Depots auffüllen

Energiezufuhr beim JoggenIn der Zeit vor einem langen Lauf oder einem Wettkampf füllen Läufer und Läuferinnen ihre Kohlenhydratspeicher optimal auf. Am besten geeignet dafür sind Spaghetti und Pasta-Gerichte, aber auch Brot. Man nennt das „Carbo-Loading„. In den Muskeln können bis zu 500 g Kohlenhydrate (normal 300 g), in der Leber bis zu 120 g (normal etwa 70 bis 80 g) gespeichert werden (Annahme: 70 kg Körpergewicht).

Wenn du über längere Zeit mehr Kohlenhydrate (Stärke, Zucker, Traubenzucker) zu dir nimmst, als du speichern oder „verbrennen“ / verbrauchen kannst, werden diese im Körper in Fett umgewandelt und gespeichert. Dein Körpergewicht nicht zu.

  • Zu den komplexen Kohlenhydraten gehört Stärke (Vielfachzucker) wie Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot, Müesli.
  • Zu den Mehrfachzuckern zählt Maltodextrin, welches in Sportgetränken vorhanden ist.
  • Zur Gruppe der Zweifachzucker gehört Rüben-, Milch-, Malz- und Rohrzucker.
  • Als Einfachzucker kennen wir Trauben- und Fruchtzucker.

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