Die besten Laufschuhe?

Die besten Laufschuhe? Gibt es sie? Da wird in einem beliebten deutschsprachigen Laufforum regelmässig gewettert, dass in vielen Laufschuh-Fachgeschäften ganz parteiisch nur Asics-Laufschuhe angeboten würden und Mann/Frau sich selber wehren müsse, wenn auch mal ein anderes Fabrikat wie Brooks, Mizuno, Nike, Adidas, Puma, New Balance usw. probieren möchte.

Nur Augenblicke später prasseln weitere Kommentare ein, welche von schlechter Verarbeitungsqualitäten der anfangs erwähnten Marke sprechen und in Frage stellten, weshalb trotz all dieser negativen Feedbacks die Asics angeboten würden.

die besten LaufschuheDer Kunde ist König – und so soll der Läufer oder die Läuferin auch als König oder Königin auftreten, wenn ein neuer Laufschuh ins persönliche Sortiment aufgenommen werden soll. Wer sich nicht sicher ist, ob der Verkäufer nur auf eine einzige Marke eingeschworen ist, soll halt einfach andere Fabrikate zum Ausprobieren wünschen.

Es ist sowieso viel besser, wenn du nicht nur bei den Trainingseinheiten, sondern auch bei den Laufschuhmodellen Abwechslung in dein Training bringst. Besonders deine Füsse werde es dir danken! Verschiedene Fabrikate haben verschiedene Technologien und Eigenschaften. Deine Fussmuskulatur wird bei jedem Modell anders gefordert, was dein Training zusätzlich bereichert.

Die besten Laufschuhe? Neugierig sein!

Ich finde es wichtig, wenn du beim Laufschuhkauf explizit auch andere Modelle von anderen Firmen ausprobierst. Auch wenn du auf eine Lieblings-Marke eingeschworen bist, kann es gut sein, dass dir ein anderes Fabrikat überraschend einen gleichwertigen Komfort bieten kann. Vielleicht hast du mit einem Modell schlechte Erfahrungen gemacht und es einige Jahre gemieden. Die Hersteller setzten eine ganz Armada aus Forschern ein, um die heute hoch technologisierten Laufschuhe weiter zu entwickeln. Da kann es schon vorkommen, dass du Jahre später mit einem ganz neuen Modell wieder wie auf Wolken laufen kannst.

Lange Asics – aber nicht nur

Meine ersten Laufschuhe waren alles Adidas-Modelle. Erst als Laufschuhe für vielfältige Fusseigenschaften auf den Markt kamen, war mein neuer Laufschuh ein Asics. Ich probierte im Geschäft drei verschiedene Modelle von Karhu, Nike und Asics. Der letztere war für meinen Fuss und meinen Laufstil erste Wahl. Bei späteren Laufschuhkäufen ging es ähnlich weiter, obwohl ich meistens auch andere Modell ausprobieren wollte. Meine Füsse fühlten sich in den Asics-Modellen einfach am Wohlsten – sie sind jeweils wie Hausschuhe für mich.

Trotzdem lief ich vor Jahren mal einen Puma-Modell, den Cellerator-Inhale für kurze, schnelle Einheiten – ein fantastisches Laufgefühl. Für lange Läufe stand auch mal ein Nike Kantara im Schuhgestell. Für schnellere Einheiten war der mir zu klobig, für die langen Läufe hatte ich dieses Modell sehr gerne, vor allem wenn es garstiges Wetter war. Das dichtere Obermaterial hielt die Wärme besser zusammen als die gut belüfteten Asics-Modelle.


Den nächsten Seitensprung machte ich mit einem leichten Trainingsschuh für kürzere Einheiten: Adidas Supernova Competition. Allerdings wurde ich mit diesen Dingern nie so richtig „warm“ und sie mussten sich immer als 2. Wahl zufrieden geben. Als Nachfolger rutschte ein Asics-Modell, der DS Trainer nach. Der läuft sich mit meinen Füssen und meinem Laufstil einfach besser als das Adidas-Modell.

So standen dazwischen immer wieder Asics-Modelle bereit, die für meine Füsse einfach optimal passen. Doch im Herbst 2007 stand ein völlig neues Fabrikat im Schuhkasten: Ein Brooks Adrenalin GTS. Die ersten Schritte im Laden gaben mir das Gefühl, als trüge ich einen Laufschuh von Asics. Er ist aber im Feldtest etwas direkter und wahrscheinlich weniger gedämpft als die GT-Serie der Asics, was ich geniesse.

Neue Modelle und Marken testen

In der Zwischenzeit testete ich auch andere Marken: Saucony, den Mirage – ein sehr leichter, direkter Laufschuh für schnelle Einheiten. Als etwas stabileres Modell probierte ich einen Mizuno aus und seit 2012 – ich bekam Lust auf Trailrunning – kamen Traillaufschuhe von Salomon, Dynafit, Adidas und Scott dazu.

Es ist und bleibt spannend, was sich auf dem Laufschuhmarkt tut. Das Natural Running ist nicht mehr so in aller Munde, wird aber nun auch etwas anders verstanden: Die leichteren Modelle sollen ersetzen keineswegs die anderen, „normalen“ Modelle konkurenzieren, sondern ergänzen. Für kürzere Einheiten wird ein Natural Running – Schuh zu einem Training des ganzen Bewegungsapparates. Aber das Angewöhnen an flacher gebauten Laufschuhen mit geringer Sprengung und weniger Support muss langsam und durchdacht vollzogen werden. Sonst bleibt man selbst schnell auf der Strecke.

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Gezinkt – oder nicht?

Ob es zutrifft, dass die Laufschuhverkäufer Asics bevorzugten, weil sie damit mehr verdienten, lasse ich im Raum stehen. In Laufforen wird darüber immer wieder wild spekuliert.

Ich bin der Meinung, dass jeder selber entscheiden kann, was er/sie kaufen will. Der Kunde ist König und soll sich nach dem Kauf mit den neuen Laufschuhen auch als solchen fühlen…

Meine aktuellen Favoritenmodelle: On Cloudflyer, Asics GT1005, Adidas Parley, Asics DS Trainer, Salomon Wings Pro (Traillaufschuh)

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