Die andere Schweiz – das sächsische Elbsandsteingebirge

Das sächsische Elbsandsteingebirge, auch bekannt unter seinem inoffiziellen Namen „die Sächsische Schweiz“, ist ein Naturschutzgebiet im Osten des deutschen Bundeslandes Sachsen. Auch wenn es nicht mit gigantischen Bergmassiven wie sein Namensvetter punkten kann, so ist die von Sandstein-Tafelbergen, dichten Wäldern und mystischen Tälern geprägte Region dennoch jederzeit einen Besuch wert. Auf zahlreichen Wanderwegen und Trails kann der Nationalpark erkundet werden und bietet für Läufer von jung bis alt eine reichliche Auswahl an Strecken. Dabei wird der Nationalpark immer wieder von kleineren Ortschaften unterbrochen, in denen die lokale Kultur und Gastfreundschaft erlebt werden kann. Wir haben die bekanntesten und sehenswertesten Routen zusammengestellt.

Die besten Wander- und Trailrunningrouten in der Sächsischen Schweiz

Frei sein mit der Natur Trail-RunningDas sächsische Elbsandsteingebirge entstand über den Verlauf von mehreren hunderten Millionen Jahren durch Ablagerungen in einem prähistorischen Meer, tektonischen Aktivitäten und wird bis heute durch Wind, Wetter und Erosion verändert. Diese einzigartige Landschaft lässt sich am besten zu Fuss entdecken, insbesondere wenn dabei rutschfeste Laufschuhe getragen werden. Ob dabei ein zügiges Trailrunning-Tempo oder eine entspannte Wanderung angestrebt wird, ist ganz einem selbst überlassen. Der Rundwanderweg auf den Lilienstein führt Läufer auf den markantesten Tafelberg des Nationalparks. Oben angekommen bietet sich eine herrliche Aussicht auf den Nationalpark und die nahegelegene Festung Königsstein. Selbst der ikonische Herrscher August der Starke liess sich diesen Blick nicht entgehen und so erinnert bis heute ein Obelisk aus dem Jahre 1708 an seinen Aufstieg. Ebenso imposant wie der Blick vom Lilienstein sind die Motive, die sich Läufern auf dem Casper-David-Friedrich-Weg eröffnen. Entlang des Wanderweges machen Informationstafeln auf die entsprechenden Motive des berühmten Künstlers aufmerksam, sodass die von ihm gemalten Landschaften mit eigenen Augen gesehen werden können. Start und Endpunkt der Wanderung ist der Ort Krippen. Entlang des Hangwegs und durch den Hirschgrund geht es bis nach Schöna, von dort aus führt der Weg über die Kaiserkrone, den kleinen Tafelberg sowie den Ortsteil Reinhardtsdorf zurück nach Krippen. Der dritte Weg führt auf die höchste Erhebung des Elbsandsteingebirges. Der Grosse Zschirnstein, dessen Gipfel „der Mittagsstein“ mit 562 Metern den restlichen Nationalpark bei weitem überragt, beginnt ebenfalls in der Stadt Krippen. Über den Koppelbergweg, den Kohlbornstein und die Rölligmühle führt der Weg nach Kleingiesshübel. Hier startet der Hirschgrundweg hinauf auf den Grossen Zschirnstein. Von oben kann ein herrlicher Blick genossen werden, bevor der Salzleckenweg hinunter nach Reinhardtsdorf führt. Alternativ kann über den Püschelweg zurück nach Krippen gelaufen werden. Auf diesem Weg wird auch die sehenswerte Dorfkirche passiert.

Nationalparks – ein schützenswertes Gut

Der Nationalpark Sächsische Schweiz schützt einen besonders fragilen und einzigartigen Lebensraum. Das Gebiet ist daher in mehrere Zonen unterteilt, in deren Herzen die sogenannte Kernzone sitzt. Laufen ist hier zwar erlaubt, doch der Natur schadende Aktivitäten wie das Verlassen der Wege, das Hinterlassen von Abfall oder das Übernachten im Freien sind hier nicht erlaubt. Besonders als Läufer sollte auf die Natur Rücksicht genommen werden, damit diese besondere Landschaft noch lange erhalten bleibt. Das wichtigste ist aber, die Natur in vollen Zügen wertzuschätzen und zu geniessen, also: am besten gleich die Tasche packen und das Laufabenteuer starten.

» Tipps zum Trailrunning

» Trailrunning Lauftechnik

Kommentare sind geschlossen.